FAQ
Häufig gestellte Fragen
In vielen Lebenslagen gibt es offene Fragen – besonders in Zeiten des Abschieds. Wir vom Hospizkreis Senden e.V. haben hier die häufigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt. Wir möchten Ihnen Orientierung schenken, Ängste nehmen und Ihnen in dieser sensiblen Phase verlässlich zur Seite stehen.
Wir lassen Sie mit Ihren Gedanken nicht allein und sind bei weiteren Fragen jederzeit persönlich für Sie da. Deswegen, melden Sie sich auch jederzeit gerne, sollten noch Fragen offen bleiben.
Der Hospizkreis Senden e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre Zugehörigen begleitet – unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Unser Ziel ist es, eine menschliche, würdevolle letzte Lebensphase zu ermöglichen und in der Phase der Trauer zu begleiten.
Nein. Wir bieten ambulante Hospizbegleitung an.
Das bedeutet:
Unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter kommen zu den Menschen nach Hause oder in stationäre Einrichtungen.
Alle Menschen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung – unabhängig vom Alter oder der Diagnose – sowie deren Zugehörige.
Sie können uns telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Wir vereinbaren dann ein persönliches Gespräch, um die Wünsche und Bedürfnisse zu klären.
Aus dem Kreis der Zugehörigen oder aus den Pflegeteams der Pflegeeinrichtungen oder vom Palliativmedizinischen Konsiliardienst des Kreises Coesfeld werden wir auf eine hospizliche Begleitung und Unterstützung angesprochen.
In einem Erstgespräch erhalten unsere Koordinatoren Informationen zur Lebenssituation der/des zu Begleitenden und seines persönlichen Umfeldes. Auf dieser Basis erfolgt die Entscheidung der Koordinationskraft, wer aus der Gruppe der Ehrenamtlichen die Begleitung übernehmen kann. Die weitere Begleitung erfolgt im vertrauensvollen Austausch mit dem Menschen und seinen Zugehörigen und weiteren Beteiligten des palliativen ortsansässigen Netzwerkes hier in Senden.
Die Sterbebegleitung ist kostenfrei und steht allen Menschen unabhängig von Herkunft, Weltanschauung oder Religion offen.
Diskretion ist für uns selbstverständlich. Unsere Ehrenamtlichen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ob und wie sichtbar die Begleitung für das Umfeld wird, bestimmen allein Sie. Wir achten darauf, Ihre Privatsphäre zu respektieren.
Unsere Leistungen sind für die Betroffenen und ihre Familien kostenfrei. Der Verein finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Kinder und Jugendliche erleben Trauer anders als Erwachsene – oft in Wellen und begleitet von Fragen oder Gefühlen, die sie nicht immer selbst einordnen können. Eine Trauerbegleitung kann sinnvoll sein, sobald das Kind spürbar belastet ist oder Anzeichen zeigt, dass es Unterstützung braucht (z. B. Rückzug, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten oder auffälliges Verhalten). Unsere speziell geschulten Trauerbegleiterinnen und -begleiter helfen Kindern und Jugendlichen, altersgerecht über ihre Gefühle zu sprechen und einen eigenen Umgang mit der Trauer zu finden.
Als Eltern fragen Sie sich vielleicht, ob Ihr Kind professionelle Begleitung braucht – oder ob die Trauer „einfach Zeit braucht“. Beides kann richtig sein. Doch es gibt Anzeichen, die darauf hinweisen, dass Unterstützung hilfreich sein könnte.
Eine Trauerbegleitung kann z.B. sinnvoll sein, wenn Ihr Kind:
- Sich zurückzieht und den Kontakt zu Freunden oder Familie meidet
- Schlafprobleme hat, nicht einschlafen kann oder von Alpträumen geplagt wird
- Konzentrationsschwierigkeiten zeigt, in der Schule auffällig wird oder Leistungen stark nachlassen
- Auffälliges Verhalten entwickelt – aggressiv wird, sich selbst verletzt oder stark ängstlich reagiert
- Spürbar belastet ist und Sie das Gefühl haben, dass es Unterstützung braucht
- Selbst äußert, dass es jemanden zum Reden braucht oder Hilfe haben möchte
Wichtig zu wissen:
Sie müssen nicht warten, bis die Belastung sehr groß ist. Trauerbegleitung kann auch präventiv und stärkend wirken – damit Ihr Kind Werkzeuge bekommt, um mit seiner Trauer umzugehen, bevor sie übermächtig wird.
In geschützter Atmosphäre wird gemeinsam gespielt, gesprochen und gestaltet – und der Verstorbenen gedacht. Die Kinder basteln, malen, erzählen Geschichten oder toben sich aus. Dabei dürfen alle Gefühle ihren Platz haben: Traurigkeit, Wut, Stille – aber auch Lachen und Leichtigkeit.
Kinder trauern in Wellen. Sie brauchen Räume, in denen sie zwischen Trauer und Spiel wechseln dürfen, ohne erklärt oder bewertet zu werden. Genau das bietet die Erinnerungswerkstatt.
Wie läuft es ab?
- Die Treffen finden in regelmäßigen Abständen statt
- Eine Sitzung dauert etwa zwei Stunden
- Geleitet wird die Gruppe von erfahrenen Jugendtrauerbegleiterinnen
- Die Teilnahme ist kostenfrei
Nein. Unser Trauerangebot steht allen offen – auch wenn die verstorbene Person nicht vom Hospizkreis begleitet wurde.
Sie können uns mit einer Spende, einer Fördermitgliedschaft oder durch ehrenamtliches Engagement unterstützen. Jeder Beitrag hilft!
Gerne! Wir freuen uns über Menschen, die sich in der Sterbebegleitung, Trauerbegleitung oder im organisatorischen Bereich einbringen möchten. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Sie sollten Einfühlungsvermögen, Offenheit und Zeit mitbringen. Vor Beginn der Tätigkeit nehmen Sie an einem Qualifizierungskurs, dem sogenannten Befähigungsseminar teil, das wir regelmäßig anbieten. Nach diesem entscheiden beide Seiten – also Sie und wir – , ob Sie das Ehrenamt wahrnehmen möchten und können.
Ja. Unsere Ehrenamtlichen erhalten regelmäßige Fortbildungen und nehmen an Supervisionen teil, um sich fachlich und emotional begleiten zu lassen.
Ja. Wir sind ein eingetragener und gemeinnütziger Verein.
Bei Angabe Ihrer Adresse stellen wir Ihnen gerne eine Zuwendungsbestätigung aus.




