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Hospizarbeit in Senden seit 1999

1996 – Der Anfang: Eine Idee nimmt Form an

Alles begann während der „Woche für das Leben“ im Jahr 1996. Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Senden stellten sich eine wichtige Frage: Wie können wir Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdevoll begleiten? Wie schaffen wir Raum für Sterben, Tod und Trauer in einer Gesellschaft, die diese Themen oft meidet?

Diese Fragen waren der Ausgangspunkt für eine Bewegung, die Senden nachhaltig verändern sollte.

1996-1999 – Öffentlichkeitsarbeit: Themen enttabuisieren

In den folgenden drei Jahren wurde intensiv Aufklärungsarbeit geleistet. In vielen Veranstaltungen, Vorträgen und Gesprächskreisen wurde die Hospizidee in die Öffentlichkeit getragen. Sterben, Tod und Trauer – Themen, die normalerweise hinter verschlossenen Türen bleiben – fanden einen offenen Raum für Gespräche, Fragen und Auseinandersetzung.

Die Resonanz war groß. Immer mehr Menschen erkannten die Notwendigkeit einer solchen Begleitung und waren bereit, sich zu engagieren.

1999 – Gründung des Hospizkreises

Mit Unterstützung der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden bildete sich 1999 offiziell der Hospizkreis Senden. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die das erste Befähigungsseminar absolviert hatte, nahm ihre Arbeit auf. Die ökumenische Trägerschaft war von Anfang an ein wichtiges Signal: Hospizarbeit kennt keine Konfessionsgrenzen.

2008 – Eingetragener Verein: Professionalisierung der Arbeit

Im November 2008 war es soweit: Der Hospizkreis erhielt die Rechtsform des eingetragenen Vereins (e.V.) und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Dieser Schritt war wichtig, um die Arbeit auf ein solides rechtliches und organisatorisches Fundament zu stellen, Fördermittel beantragen zu können und verlässliche Strukturen zu schaffen.

2025 – HEUTE

35 Ehrenamtliche und eine lebendige Gemeinschaft

Heute besteht der Verein aus einem engagierten Vorstand und rund 35 Ehrenamtlichen aus unterschiedlichsten Lebensbereichen, Berufen, Altersgruppen und Konfessionen. Was uns verbindet, ist die gemeinsame Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht auf ein würdevolles Lebensende hat – begleitet, respektiert und wertgeschätzt bis zuletzt.

Keramik-Logo (selbstgebastelt)

Gemeinsam über Konfessionsgrenzen hinweg

Der Hospizkreis Senden e.V. wurde von Anfang an ökumenisch getragen und wird von der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius und der evangelischen Kirchengemeinde unterstützt. Diese offene, konfessionsübergreifende Ausrichtung ist kein Zufall, sondern tiefe Überzeugung.

Hospizarbeit stellt den Menschen in den Mittelpunkt – nicht seine Konfession oder Religionszugehörigkeit, nicht seine Herkunft, nicht seine Weltanschauung.

Diese Offenheit prägt auch unser Team. Unsere Ehrenamtlichen verbindet eine gemeinsame Haltung: Respekt vor dem Leben, Würde im Sterben, Empathie für die Menschen.